FAQ

Häufige Fragen, klare Antworten.

Antworten zu Ablauf, Vertrauen, Technik, Förderung, Preisen, Material und Ausbildung. Für konkrete Projekte sprechen Sie uns bitte direkt an.

  • 35Fragen und Antworten
  • 5 ThemenVon Ablauf bis Ausbildung
  • DirektAntworten ohne Verkaufsdruck

Einordnung

Fragen, die vor einem Auftrag oft auftauchen.

Das sind Fragen, die uns im Alltag oft begegnen – von Kunden, die sich vor einem Auftrag informieren wollen, oder einfach verstehen möchten, wie wir arbeiten. Wir haben sie hier gesammelt und beantwortet. Natürlich beantworten wir sie auch persönlich – am Telefon oder beim Termin vor Ort.

Persönlich klären Jedes Gebäude ist anders. Wenn eine Antwort nicht genau zu Ihrer Situation passt, melden Sie sich bitte direkt bei uns.

Antworten

Was Kunden oft wissen möchten.

Ablauf & Vertrauen

Zusammenarbeit im Alltag

Wie lange dauert es, bis ich ein Angebot bekomme?

Bei kleineren Aufträgen (Kundendienst, Reparaturen, Installationen) meist innerhalb weniger Werktage. Bei größeren Projekten – Heizungstausch, Badsanierung oder Klimaanlage – schauen wir uns die Situation in der Regel zuerst vor Ort an. Nur so können wir seriös kalkulieren und technische Besonderheiten berücksichtigen.

Vom Besichtigungstermin bis zum fertigen Angebot dauert es typischerweise ein bis zwei Wochen. Wenn ein Projekt zeitkritisch ist, sagen Sie uns das bitte direkt beim ersten Kontakt – dann berücksichtigen wir das in der Planung.

Arbeiten bei mir immer dieselben Monteure?

Wenn möglich, ja. Gerade bei mehrtägigen Projekten ist es sinnvoll, wenn dieselben Leute vor Ort bleiben. Wer das Gebäude und den bisherigen Stand kennt, arbeitet effizienter und vermeidet Missverständnisse.

Auch im Büro versuchen wir, feste Ansprechpartner beizubehalten – besonders bei größeren Projekten oder laufenden Wartungsverträgen.

Was passiert, wenn während der Arbeit unvorhergesehene Probleme auftauchen?

Das kommt im Bestand immer wieder vor: Leitungen verlaufen anders als erwartet, Bauteile sind beschädigt oder frühere Arbeiten wurden improvisiert ausgeführt.

Wenn so etwas auftaucht, sprechen wir das direkt mit Ihnen durch, erklären die Situation verständlich und besprechen gemeinsam die nächsten Schritte. Zusätzliche Arbeiten werden nicht einfach stillschweigend ausgeführt oder später überraschend berechnet.

Räumen Sie nach sich auf?

Ja. Vor Beginn schützen wir Böden, Möbel und angrenzende Bereiche so gut wie möglich. Verpackungen, Schutt und anfallender Baustellenabfall nehmen wir wieder mit.

Eine komplette Endreinigung oder das Wiedereinräumen von Möbeln gehört zwar nicht zum klassischen Handwerksauftrag – aber wir hinterlassen keine halbfertige Baustelle.

Können Sie auch Heizungen reparieren, die Sie nicht selbst eingebaut haben?

Das kommt auf den Einzelfall an. Am besten kennen wir naturgemäß die Anlagen, die wir selbst installiert haben, und die Hersteller, mit denen wir regelmäßig arbeiten. Dort können wir am schnellsten und sichersten helfen.

Anfragen für andere Fabrikate prüfen wir gerne – ob wir helfen können, hängt vom Gerät, der Ersatzteilverfügbarkeit und unseren Kapazitäten ab. Rufen Sie uns an und schildern Sie kurz, um welche Anlage es geht. Wir sagen Ihnen direkt, ob und wie wir weiterhelfen können.

Wie erreiche ich Sie am besten?

Für akute Störungen oder Notfälle rufen Sie uns bitte direkt an. Für allgemeine Anfragen, Angebote oder Rückfragen ist das Kontaktformular oft der schnellste Weg – so gehen keine Informationen verloren und wir können Ihr Anliegen direkt dem passenden Ansprechpartner zuordnen.

Wir melden uns in der Regel spätestens am nächsten Werktag zurück.

→ Zum Kontaktformular

Wie lange muss ich auf einen Termin oder eine neue Anlage warten?

Das hängt stark davon ab, was Sie brauchen.

Für Notfälle und akute Störungen sind wir über den Notdienst erreichbar – auch abends und am Wochenende. Für nicht dringende Reparaturen und Kundendienst-Termine versuchen wir, innerhalb weniger Werktage zu kommen.

Bei größeren Projekten – Heizungstausch, Badsanierung, Klimaanlage – entsteht ein Planungsvorlauf. Realistisch sind heute drei bis sechs Monate vom ersten Gespräch bis zur Ausführung. Im Frühjahr und Herbst ist die Nachfrage am höchsten, im Winter und Frühsommer oft etwas entspannter.

Klimaanlagen im Sommer sind ein Sonderfall: Wer im Juli anfragt, bekommt in der Regel keinen Termin mehr für diesen Sommer. Wer eine Klimaanlage haben möchte, sollte im Frühjahr planen.

Betreuen Sie Anlagen auch nach dem Einbau langfristig?

Ja – das ist ein wesentlicher Teil unseres Modells. Wer bei uns eine Anlage einbauen lässt, bekommt nicht nur eine funktionierende Installation, sondern einen Betrieb, der sie kennt und der erreichbar bleibt.

Konkret bedeutet das:

  • Wartungsverträge mit jährlichem Termin auf unsere Initiative – wir melden uns, Sie müssen nicht selbst dran denken
  • Vorrang bei Störungen für Vertragskunden
  • Fester Ansprechpartner – nicht jedes Mal neu erklären, wer was eingebaut hat
  • Transparenz bei Updates – wenn ein Firmware-Update fällig ist oder sich Förderbedingungen ändern, die Ihre Anlage betreffen, informieren wir

Das gilt besonders für Wärmepumpen, BHKWs und Lüftungsanlagen – Systeme, die regelmäßige Betreuung brauchen, keine einmalige Installation.

→ Mehr zu Wartungsverträgen

Wie oft muss eine Wärmepumpe gewartet werden?

Für Wärmepumpen empfehlen wir eine Wartung einmal pro Jahr – das ist in manchen Fällen auch Voraussetzung, um den vollen Garantieanspruch zu erhalten.

Der genaue Umfang hängt vom Gerätetyp ab. Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe werden unter anderem der Verdampfer gereinigt, die Ventilatoren geprüft, die Kältemittelkreisläufe auf Dichtheit kontrolliert und die Regelungseinstellungen überprüft. Bei Sole-Wasser-Wärmepumpen kommt die Kontrolle des Solekreislaufs und der Umwälzpumpe dazu.

Technik

Heizung, Klima und Gebäudetechnik

Mein Heizkörperthermostat steht auf Stufe 5 – warum wird's nicht wärmer?

Stufe 5 bedeutet nicht „maximale Wärme", sondern „der Heizkörper bleibt bis zu einer höheren Raumtemperatur eingeschaltet". Das Thermostatventil regelt, wann der Heizkörper aufhört zu heizen – nicht wie heiß das Wasser im Heizkörper ist. Die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage bestimmt, wie warm der Heizkörper maximal wird. Wenn Sie dauerhaft auf Stufe 5 drehen müssen, um es warm zu kriegen, sollte die Heizungsanlage geprüft werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Split- und einer Monoblock-Wärmepumpe?

Eine Split-Wärmepumpe besteht aus zwei Einheiten: einem Außengerät und einem Innengerät, die über Kältemittelleitungen verbunden sind. Eine Monoblock-Wärmepumpe hat die gesamte Kältetechnik im Außengerät – ins Haus führen nur Wasserrohre.

In der Praxis werden heute überwiegend Monoblöcke installiert. Der Grund: Da das Kältemittel das Haus nicht betritt, entfallen aufwendige Dichtheitsprüfungen und spezielle Anforderungen an die Leitungsführung im Gebäude. Das vereinfacht Installation und Wartung erheblich. Mit dem Trend zu natürlichen Kältemitteln wie R290 (Propan) hat das zusätzliches Gewicht – ein brennbares Kältemittel benötigt besondere Vorsicht bei der Installation in Innenräumen, und Monoblöcke vermeiden das von vornherein.

Ein Split-Gerät kann trotzdem die bessere Wahl sein: wenn das Außengerät weit vom Technikraum entfernt aufgestellt werden soll, wenn die bei Monoblöcken größeren Rohrdimensionen nicht erwünscht sind, bei beengten Platzverhältnissen draußen, oder wenn bestimmte Leistungsanforderungen es erfordern. Wir installieren sowohl Split- als auch Monoblock-Systeme und empfehlen die Variante, die technisch und wirtschaftlich am besten zu Ihrem Gebäude passt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Multi-Split und einem VRF-System?

Multi-Split-Klimaanlagen verbinden ein Außengerät mit mehreren Innengeräten – gut für kleinere Objekte mit wenigen Räumen. VRF-Systeme (Variable Refrigerant Flow) sind größer dimensioniert, erlauben eine sehr flexible Steuerung für jede Zone und sind vor allem für Gewerbegebäude oder größere Wohnanlagen geeignet. VRF kann zudem gleichzeitig kühlen und heizen.

Kann ich meine Wärmepumpe auch zum Kühlen verwenden?

Viele Wärmepumpen können im Sommer im sogenannten passiven Kühlbetrieb betrieben werden: Statt Wärme abzugeben, wird über den vorhandenen Heizkreis (z. B. Fußbodenheizung) ein wenig Kühle in die Räume abgegeben. Das reicht für ein paar Grad Unterschied – in modernen, gut gedämmten Gebäuden kann das aber schon einen spürbaren Effekt haben.

Für echte, kräftige Kühlung an heißen Sommertagen ist eine Wärmepumpe aber nicht das richtige Werkzeug. Aktive Kühlung über die Fußbodenheizung bringt Risiken mit sich, etwa Kondensation und Schimmelbildung, wenn die Anlage nicht speziell dafür ausgelegt ist. Wer wirklich kühlen möchte, ist mit einer richtigen Klimaanlage besser bedient.

→ Mehr zu Klimaanlagen

Was ist eine Hybridheizung – und wann macht sie Sinn?

Eine Hybridheizung kombiniert zwei Wärmeerzeuger: meistens eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zusammen mit einem Gas- oder Ölbrenner. Beide arbeiten im selben Heizkreis, aber zu unterschiedlichen Zeiten. Die Wärmepumpe übernimmt den Großteil des Jahres. Wenn es sehr kalt wird und die Wärmepumpe weniger effizient arbeitet, springt der Brenner als Unterstützung ein.

Typische Beispiele:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe + Gas-Brennwertkessel (häufigste Kombination)
  • Wärmepumpe + bestehender Ölkessel (Bestand weiternutzen)
  • Wärmepumpe + Pellets

Vorteile:

  • Funktioniert häufig auch mit bestehenden Heizkörpern
  • Niedrigere Investition als ein vollständiger Wärmepumpenumbau
  • Gute Lösung für schlecht gedämmte Gebäude, bei denen eine reine Wärmepumpe ineffizient wäre
  • Kann – je nach Auslegung und Kombination der Systeme – die Anforderungen des GEG erfüllen
  • Doppelte Absicherung: fällt ein System aus, läuft das andere weiter

Nachteile:

  • Zwei Systeme bedeuten zwei Wartungsverträge und mehr mögliche Fehlerquellen
  • Weiterhin abhängig von Gas oder Öl – für die kalten Tage
  • Etwas aufwendigere Installation und Regelung als eine reine Lösung
  • Langfristig bleibt der Brenner ein Kostenfaktor – sowohl beim Betrieb als auch bei der Wartung

Für viele Bestandsgebäude ist Hybrid ein sinnvoller Zwischenschritt – besser als gar nichts tun, und oft wirtschaftlicher als ein kompletter Umbau auf einmal. Ob das für Ihr Gebäude gilt, schauen wir uns gerne gemeinsam an.

Was ist ein hydraulischer Abgleich – und brauche ich das?

Beim hydraulischen Abgleich wird die Heizungsanlage so eingestellt, dass jeder Heizkörper oder jede Heizkreis-Zone genau die Wassermenge bekommt, die sie braucht – nicht mehr, nicht weniger. Ohne Abgleich heizt der erste Heizkörper nach der Pumpe zu stark, der letzte zu wenig. Das führt zu ungleichmäßiger Wärmeverteilung, höherem Energieverbrauch und unnötigem Verschleiß.

Bei neuen Heizungsanlagen ist ein hydraulischer Abgleich heute Standard und häufig Voraussetzung für Fördermittel.

→ Digitale Einzelraumregelung mit SmartHome

Brauche ich für eine Klimaanlage eine Genehmigung?

Das hängt vom Gebäude ab. Im klassischen Einfamilienhaus ist meist keine Baugenehmigung erforderlich, solange das Außengerät keine Abstandsflächen verletzt und keine größeren baulichen Veränderungen nötig sind.

Besondere Aufmerksamkeit braucht es bei denkmalgeschützten Gebäuden, Eigentumswohnungen oder Gebäuden in speziellen Schutzzonen – gerade in Görlitz kommt das häufiger vor. Wir klären solche Punkte möglichst frühzeitig mit Ihnen.

Taugt ein mobiles Klimagerät als Alternative zur fest eingebauten Klimaanlage?

Als kurzfristige Überbrückung: ja, durchaus. Mobile Klimageräte sind sofort einsatzbereit, brauchen keine Installation und kosten wenig Anschaffungsgeld. Wer im laufenden Sommer merkt, dass das Büro oder das Schlafzimmer unerträglich warm wird, und die Zeit für eine richtige Anlage gerade nicht da ist – für diese Situation sind sie gemacht.

Langfristig sind sie aber keine gute Lösung. Hier die Hauptgründe:

  • Schlechter Wirkungsgrad: Mobile Geräte arbeiten als Monoblock – die warme Abluft muss über einen Schlauch nach draußen, der durch ein gekipptes Fenster geführt wird. Über diese Lücke strömt permanent warme Außenluft nach. Der Nettokühleffekt ist deutlich geringer, als die Leistungsangabe des Geräts suggeriert.
  • Lautstärke: Das gesamte Aggregat steht im Raum. Das ist hörbar – und in Schlafräumen oft störend.
  • Stromverbrauch: Wegen des schlechten Wirkungsgrads verbrauchen mobile Geräte bei gleicher Kühlleistung deutlich mehr Strom als eine fest installierte Split-Anlage.
  • Keine Heizfunktion: Mobile Geräte können nur kühlen. Eine Split-Klimaanlage kann auch heizen – in der Übergangszeit effizient und günstig.

Eine richtig installierte Split-Klimaanlage ist leiser, effizienter, wirkungsvoller – und wenn sie gut platziert wird, kaum auffällig. Die Investition amortisiert sich schnell über niedrigere Stromkosten.

→ Klimaanlage anfragen

Was sind natürliche Kältemittel – und was hat es mit R290 auf sich?

Wärmepumpen und Klimaanlagen brauchen ein Kältemittel, das Wärme aufnimmt und abgibt. Lange waren synthetische Kältemittel wie R410A oder R32 der Standard. Diese haben jedoch einen sehr hohen Treibhausgaseffekt – R410A liegt beim Faktor 2088 im Vergleich zu CO₂. Die EU-F-Gasverordnung schreibt deshalb schrittweise niedrigere Grenzwerte vor, und viele Hersteller steigen auf natürliche Alternativen um.

R290 ist Propan – dasselbe Gas, das in Campingkochern und Gasgrills steckt. Als Kältemittel hat es einen GWP-Wert von 3, sehr gute thermodynamische Eigenschaften und ist mittlerweile in vielen modernen Wärmepumpen und Klimageräten verbaut.

Zur Sicherheit: Propan ist brennbar und wird als Sicherheitsklasse A3 eingestuft. Das klingt beunruhigender als es ist. Die eingesetzten Füllmengen in Wärmepumpen sind gering und die Geräte sind so konstruiert, dass bei einem Leck keine zündfähige Konzentration in Innenräumen entstehen kann. Außen aufgestellte Geräte, ausreichend Abstand zu Zündquellen und korrekte Montage sind die wesentlichen Voraussetzungen.

Unsere Techniker sind für die Arbeit mit brennbaren Kältemitteln qualifiziert. Die Installation unterscheidet sich in einigen Punkten von Anlagen mit synthetischen Kältemitteln – das berücksichtigen wir bei Planung und Montage.

Wie oft muss ich bei einer Pelletheizung die Asche leeren?

Seltener als die meisten denken. Moderne Pelletkessel verbrennen sehr sauber – der Ascheanteil liegt je nach Gerät und Pelletsqualität bei etwa 0,5 bis 1 % der eingesetzten Brennstoffmenge. In der Praxis bedeutet das: Bei einem Einfamilienhaus reicht es oft aus, den Aschebehälter ein- bis zweimal pro Heizperiode zu entleeren. Manche Kessel haben automatische Ascheaustragung in einen größeren Behälter – dann ist der Aufwand noch geringer.

Wärmepumpe im Altbau – geht das überhaupt?

Ja – mit der richtigen Planung funktioniert eine Wärmepumpe auch in vielen Altbauten sehr gut. Die Voraussetzungen sind allerdings anders als im Neubau und müssen sorgfältig geprüft werden.

Der entscheidende Punkt ist die Vorlauftemperatur. Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei niedrigen Vorlauftemperaturen (30–45 °C). Altbauten mit konventionellen Heizkörpern sind oft auf höhere Temperaturen (60–70 °C) ausgelegt. Das muss nicht heißen, dass es nicht geht – aber es braucht eine genaue Heizlastberechnung und eventuell Anpassungen.

Was macht eine Wärmepumpe im Altbau möglich?

  • Hydraulischer Abgleich der vorhandenen Heizkörper – das bringt oft schon viel
  • Austausch einzelner Heizkörper gegen größere Modelle mit niedrigerer Vorlauftemperatur
  • Hybridlösung: Wärmepumpe für die Grundlast, bestehender Kessel für die kältesten Tage
  • Bei ohnehin anstehenden Modernisierungen: Fußbodenheizung oder größere Heizflächen einplanen

Grenzen gibt es, wenn:

  • Das Gebäude extrem schlecht gedämmt ist (hoher Wärmebedarf bei gleichzeitig hohen Vorlauftemperaturen)
  • Kein Platz für Außengerät, Pufferspeicher oder Erdkollektor vorhanden ist
  • Denkmalschutz Außenaufstellungen oder bauliche Veränderungen stark einschränkt

Wir schauen uns jedes Gebäude individuell vor Ort an – erst dann können wir seriös sagen, ob und mit welchem Aufwand eine Wärmepumpe in Ihrem Altbau funktioniert.

→ Mehr zu Wärmepumpen

Wie laut ist eine Wärmepumpe?

Die Geräuschentwicklung einer Wärmepumpe wird oft überschätzt. Moderne Geräte sind so leise, dass sie im normalen Alltag kaum auffallen – vorausgesetzt, sie werden richtig geplant und aufgestellt.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erzeugt typischerweise Schallleistungspegel zwischen 50 und 65 dB(A) – das entspricht etwa einem leisen Gespräch oder einem Kühlschrank. Der Ventilator und der Kompressor sind die Hauptquellen. Bei Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärme) ist das Gerät deutlich leiser, da kein Ventilator benötigt wird.

Was beeinflusst die wahrgenommene Lautstärke?

  • Aufstellort: Das Außengerät sollte nicht direkt unter einem Schlafzimmerfenster oder in einer Ecke stehen, die den Schall verstärkt (Schallreflexion)
  • Abstand zu Nachbargrenzen: Ausreichender Abstand reduziert Konflikte – die TA Lärm gibt hier Orientierungswerte vor
  • Nachtmodus: Die meisten Geräte haben eine leise Nachtabsenkung, bei der sie mit reduzierter Leistung und geringerer Lautstärke laufen
  • Schallschutzhauben: Falls nötig, können zusätzliche Maßnahmen wie Einhausungen oder Schallschutzwände die Lautstärke weiter reduzieren

In der Praxis ist eine gut geplante Wärmepumpe leiser als eine veraltete Öl- oder Gasheizung. Mit der richtigen Standortwahl lässt sich Ärger mit Nachbarn meist von vornherein vermeiden.

Lohnt sich eine Klimaanlage auch zum Heizen?

Ja – eine Split-Klimaanlage ist nichts anderes als eine Luft-Luft-Wärmepumpe und kann sehr effizient heizen. In der Übergangszeit (Frühjahr und Herbst) ist das nicht nur praktisch, sondern auch günstiger als viele andere Heizsysteme.

Der Wirkungsgrad wird durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) oder den COP (Coefficient of Performance) ausgedrückt. Moderne Split-Geräte erreichen beim Heizen COP-Werte von 3,5 bis 5,0 – das bedeutet: aus 1 kWh Strom werden 3,5 bis 5 kWh Wärme. Zum Vergleich: Eine Nachtspeicherheizung oder ein einfacher Heizlüfter kommt maximal auf 1,0.

Wann lohnt sich das Heizen mit der Klimaanlage?

  • In der Übergangszeit: Wenn die Zentralheizung noch aus ist, aber einzelne Räume kühl sind – das ist der ideale Einsatz
  • Für einzelne Räume: Im Homeoffice, Schlafzimmer oder Hobbyraum kann gezielt geheizt werden, ohne das ganze Haus zu beheizen
  • Als Zusatzheizung: An sehr kalten Tagen kann die Klimaanlage die Hauptheizung unterstützen
  • In schlecht gedämmten Räumen: Wo die Heizung nicht ausreicht, kann eine Split-Anlage gezielt nachhelfen

Grenzen: Klimaanlagen heizen am effizientesten bei Außentemperaturen über 0 °C. Bei zweistelligen Minusgraden sinkt die Effizienz spürbar. Außerdem wird die Wärme über Gebläsekonvektoren abgegeben – das ist ein anderes Raumgefühl als eine Fußbodenheizung oder ein herkömmlicher Heizkörper.

Für viele Haushalte ist eine Split-Klimaanlage eine sinnvolle Ergänzung – im Sommer kühlen, in der Übergangszeit günstig heizen. Vollständig ersetzen kann sie eine Zentralheizung in Deutschland aber in den meisten Fällen nicht.

Wie läuft die Installation einer Wärmepumpe bei Ihnen ab?

1. Erstkontakt. Per Telefon, E-Mail oder über unser Kontaktformular.

2. Vor-Ort-Termin. Wir schauen uns Ihr Gebäude an, bevor wir ein Angebot machen. Ohne diesen Termin können wir nicht seriös kalkulieren.

3. Zweiter Vor-Ort-Termin nach Auftragserteilung. Wir legen gemeinsam den Montageplan fest und nehmen Raumdaten und Heizflächen auf.

4. Berechnung und Planung. Aus den aufgenommenen Daten berechnen wir die raumweise Heizlast, erarbeiten das Strangschema und bereiten den hydraulischen Abgleich vor.

5. Installation. Wir bauen die Wärmepumpe ein, mit allen notwendigen Anpassungen am Bestandssystem.

6. Hydraulischer Abgleich und Einregulierung. Jeder Heizkörper bekommt genau die Wassermenge, die er braucht.

→ Wie läuft die Förderung ab?

Förderung & Planung

Timing, Anträge und realistische Vorbereitung

Darf ich noch eine Gas- oder Ölheizung einbauen lassen?

Ja – aber mit Einschränkungen, die vom Gebäude und der Situation abhängen.

Nach aktueller Rechtslage gelten für neu eingebaute Heizungen Anforderungen an den Einsatz erneuerbarer Energien. Da die gesetzlichen Vorgaben derzeit politisch überarbeitet werden, beraten wir immer nach dem jeweils aktuellen Stand.

In vielen Fällen ist heute eine Wärmepumpe oder eine andere erneuerbare Lösung nicht nur gesetzlich sinnvoller, sondern auch wirtschaftlich – zumal es erhebliche Fördermittel gibt. Wir schauen uns Ihre Situation an und beraten Sie, welche Option für Ihr Gebäude tatsächlich passt.

Was gibt es aktuell an Förderung für eine neue Heizung?

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet je nach Situation Zuschüsse von bis zu 70 % der Investitionskosten. Das setzt sich aus einem Grundfördersatz sowie möglichen Boni zusammen: dem Klima-Geschwindigkeitsbonus (beim Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung), dem Einkommensbonus (für Haushalte unter bestimmten Einkommensgrenzen) und dem Effizienzbonus (für besonders effiziente Wärmepumpen).

Wir unterstützen Sie bei der Antragstellung – vom Bestätigungsantrag vor Auftragsvergabe bis zum Verwendungsnachweis nach Fertigstellung. Förderbedingungen ändern sich regelmäßig, deshalb beraten wir Sie immer nach dem aktuellen Stand.

Aktuelle Änderungen haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Wann sollte ich mit der Planung beginnen – bei Heizung, Bad oder Klima?

Je früher, desto besser. Bei Heizungen muss der Förderantrag vor Auftragserteilung gestellt werden – sonst entfällt die Förderung. Dazu kommen Lieferzeiten, Terminplanung und die Abstimmung verschiedener Gewerke.

Für größere Projekte wie Heizungstausch oder Badsanierung sind drei bis sechs Monate Vorlauf realistisch. Klimaanlagen werden am besten im Frühjahr geplant, bevor die Hochsaison beginnt.

Wie läuft die Förderung bei einer Wärmepumpe konkret ab?

Den Großteil der Förderabwicklung erledigen wir für Sie. Was Sie selbst tun müssen: den Förderantrag stellen und am Ende den Verwendungsnachweis einreichen.

1. Sie bekommen ein Angebot von uns. Es enthält eine überschlägig berechnete Heizlast und eine Nachbemerkung, die es zu einem Vertrag mit auflösender Bedingung macht. Sie haben damit bereits einen verbindlichen Vertrag, der nur in Kraft tritt, wenn die Förderung bewilligt wird.

2. Wir stellen die Bestätigung zum Förderantrag aus (BzA). Dieses Dokument ist gesetzlich vorgeschrieben und Voraussetzung für den Förderantrag. Wir erstellen es vor der Auftragsvergabe.

3. Sie stellen den Förderantrag bei der KfW. Mit unserem Angebot und der BzA registrieren Sie sich auf https://meine.kfw.de und beantragen die Förderung nach Programm 458. Wir helfen, wenn Sie Fragen haben.

4. Sie erteilen uns den Auftrag. Sobald die Förderung bewilligt ist, schicken Sie uns den unterschriebenen Vertrag.

5. Nach der Installation erstellen wir den Verwendungsnachweis (BnD). Zusammen mit unserer Rechnung reichen Sie ihn bei der KfW ein.

6. Die Förderung wird ausgezahlt. Das dauert in der Regel einige Wochen.

→ Wie läuft die Installation selbst ab?

Gibt es staatliche Förderung für eine Badsanierung?

Wer einen anerkannten Pflegegrad (1–5) hat, kann über die Pflegekasse einen Zuschuss für eine barrierearme Badsanierung bekommen – etwa bodengleiche Dusche, Haltegriffe oder breitere Türen (§ 40 Abs. 4 SGB XI).

Der Zuschuss beträgt bis zu 4.000 € pro Maßnahme. Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt, ist eine Kumulation möglich. Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten bei der zuständigen Pflegekasse gestellt werden.

Unabhängig vom Pflegegrad gilt außerdem der Steuerbonus für Handwerkerleistungen (§ 35a EStG): 20 % der Lohnkosten (nicht der Materialkosten) können von der Steuerschuld abgezogen werden, bis zu 6.000 € Lohnkosten im Jahr – das ergibt bis zu 1.200 € Steuerersparnis. Das gilt nicht nur für Badsanierungen, sondern für Handwerkerleistungen im selbst genutzten Wohneigentum generell. Voraussetzung ist eine ordentliche Rechnung mit getrennt ausgewiesenen Lohn- und Materialkosten und Zahlung per Überweisung.

Wir helfen Ihnen gern bei der Einschätzung, welche Förderung für Ihr Vorhaben in Frage kommt – sprechen Sie uns frühzeitig an.

Material, Anbieter & Preise

Was eine saubere Leistung ausmacht

Installieren Sie auch Hersteller, die auf Ihrer Website nicht genannt werden?

Das kommt auf den Einzelfall an. Wir setzen bevorzugt Hersteller ein, die wir aus langjähriger Erfahrung kennen – das bedeutet nicht, dass andere schlechter sind. Aber wenn wir wissen, wie eine Anlage in der Praxis läuft, wie der Hersteller im Servicefall reagiert und welche Ersatzteile wann verfügbar sind, ist das ein echter Vorteil – für Sie genauso wie für uns.

Wer mit denselben Systemen immer wieder arbeitet, kennt die Eigenheiten, erkennt Probleme früher und kann schneller reagieren. Darin liegt ein konkreter Nutzen für den Kunden.

Falls Sie ein bestimmtes Gerät oder einen bestimmten Hersteller im Kopf haben: Sprechen Sie uns an. Wir schauen es uns an und sagen Ihnen ehrlich, ob und unter welchen Bedingungen das umsetzbar ist.

Kann ich Material selbst kaufen – und Sie übernehmen nur den Einbau?

In manchen Fällen ja – pauschal empfehlen wir es aber nicht. Wenn wir Material selbst beschaffen, können wir Qualität, Kompatibilität und Gewährleistung als Gesamtpaket verantworten.

Bei selbst beschafften Produkten fehlt diese Sicherheit oft: Lieferumfang passt nicht, Teile kommen beschädigt an oder technische Details stimmen nicht mit der vorhandenen Anlage überein. Das führt schnell zu Verzögerungen oder zusätzlichem Aufwand.

Bei einzelnen Produkten – etwa speziellen Designarmaturen oder Wunschmodellen – finden wir häufig trotzdem eine sinnvolle Lösung. Sprechen Sie uns einfach an.

Wie setzen sich Ihre Preise zusammen?

Bei einem SHK-Projekt geht es nicht nur um das Material selbst. Zu einer funktionierenden Anlage gehören Beratung, Planung, Koordination, fachgerechte Montage, Dokumentation und Gewährleistung.

Außerdem arbeiten wir mit regionalem Fachgroßhandel zusammen. Dadurch bekommen wir schnellen Zugriff auf Ersatzteile, technische Unterstützung und verlässliche Lieferungen direkt auf die Baustelle – Dinge, die man später oft erst dann schätzt, wenn kurzfristig ein Problem auftaucht.

Unser Ziel ist nicht der billigste Preis, sondern eine Lösung, die dauerhaft funktioniert und für Sie planbar bleibt.

Was ist der Unterschied zwischen einem regionalen Fachbetrieb und großen Plattformanbietern?

Plattformanbieter sind gut darin, schnell ein Angebot oder einen Preis zu liefern – das ist ihre Stärke. Wer die Anlage am Ende tatsächlich einbaut, ist dabei aber oft ein wechselnder Subunternehmer, den man vorher nicht kennt und danach selten wiedersieht. Die Ausführungsqualität hängt dann stark davon ab, wer an diesem Tag verfügbar war.

Bei uns ist das anders: Wir kennen viele Gebäude und Anlagen in Görlitz und der Region seit Jahren, arbeiten mit eigenen, fest angestellten Mitarbeitern und bleiben auch nach Abschluss eines Projekts derselbe Ansprechpartner. Wenn später etwas nicht stimmt, wissen Sie genau, wen Sie anrufen.

Für viele Kunden ist das wichtiger als der schnellste Online-Preis – vor allem bei langfristigen Themen wie Heizung, Wartung oder Sanierung.

Warum kostet eine Wärmepumpe manchmal deutlich mehr als erwartet?

Der Preis, den Sie im Internet für ein Wärmepumpengerät sehen, ist der Preis für eine Box. Eine funktionsfähige Heizungsanlage ist mehr als das.

Zum Gesamtpaket einer Wärmepumpeninstallation gehören typischerweise:

  • Neue oder angepasste Verteilleitungen im Haus
  • Pufferspeicher
  • Hydraulischer Abgleich der Heizkörper oder Fußbodenheizung
  • Eventuell Tausch von Heizkörpern (bei zu kleiner Heizfläche für niedrigere Vorlauftemperaturen)
  • Elektroinstallation und ggf. Absicherung
  • Bei Erdwärmepumpen: Bohrung oder Erdkollektor

Karriere & Ausbildung

Praktikum und Einstieg

Kann mein Kind ein Schulpraktikum bei euch machen?

Ja, sehr gerne. Wer einen ersten Blick ins SHK-Handwerk werfen möchte, ist willkommen – egal ob Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. Melden Sie sich einfach bei uns, wir finden einen passenden Zeitraum.

Gibt es die Möglichkeit zur Ferienarbeit?

Ehrlich gesagt: eher nicht. In den Schulferien sind unsere Azubis alle im Betrieb – und gleichzeitig haben viele unserer erfahrenen Techniker Urlaub. Es fehlen dann oft die Leute, die Ferienmitarbeiter vernünftig begleiten und anleiten könnten. Ohne das wäre es für beide Seiten unbefriedigend.

Wer dagegen ein Schulpraktikum machen möchte: das klappt deutlich besser, und wir freuen uns darüber.

Nicht gefunden?

Schreiben Sie uns Ihre Frage direkt.

Bei konkreten Gebäuden, Anlagen und Förderfragen ist ein kurzes persönliches Gespräch oft schneller als jede allgemeine Antwort.